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Männer gucken Fußball auf Tablet

WM-Tippspiel im Büro?

2.07.2018

Rechtsfrage des Tages:

Während der Weltmeisterschaft haben Tipp-Spiele Hochsaison. Vielleicht zelebrieren Ihre Mitarbeiter im Büro sogar unter Ihrer Organisation ihre Sportwetten. Machen Sie sich strafbar, weil Sie ein verbotenes Glücksspiel veranstalten?

Antwort:

Die Meinungen teilen sich, ob es sich bei Fußball-Tipps überhaupt um ein Glücksspiel handelt. Unsere obersten Gerichte gehen aber davon aus, was angesichts der diesjährigen Weltmeisterspiele auch rein praktisch nicht von der Hand zu weisen ist. Die öffentliche Veranstaltung von Glücksspielen ist aber nur mit behördlicher Erlaubnis zulässig. Diese werden Sie bei einem Tippspiel in Ihrem Betrieb sicherlich nicht haben.

Solange Sie die Sportwetten aber nicht öffentlich und regelmäßig veranstalten, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sie verstoßen nämlich nicht gegen das Glücksspielverbot (§ 284 Strafgesetzbuch), wenn die Tippgemeinschaft auf eine geschlossene Gruppe beschränkt ist. Nehmen nur Ihre Mitarbeiter teil, ohne dass beispielsweise jeder Kunde nach Belieben einsteigen kann, ist das Glücksspiel nicht öffentlich. Und solange die Fußballtipps nicht regelmäßig, sondern nur zur Weltmeisterschaft stattfinden, fehlt es auch an der Gewohnheitsmäßigkeit.

In diesem Rahmen sind sogar Wetteinsätze erlaubt, sofern sie nur bis ca. zehn Euro betragen. Übrigens: Haben Ihre Mitarbeiter ihre Tipprunde selbst organisiert, müssen sie ihre Tipps in der Pause und vor oder nach der Arbeitszeit abgeben. Natürlich können Sie auch ein Auge zudrücken und Ihren Mitarbeitern die Sportwetten auch während der Arbeitszeit erlauben. Dann sollten Sie aber klare Regeln aufstellen.

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